TheToothfairy

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MakeADifference #4 - Der Untergang wahrer Emotionen

Guten Abend, liebe Menschen!
In diesem heutigen Eintrag möchte ich ein Thema ansprechen, welches mich selbst sehr direkt betrifft.

Ich werde immer wieder von diversen Menschen darauf angesprochen, bzw. angeschrieben, dass ich in meinen Nachrichten und Blogeinträgen meistens ziemlich kalt erscheine - oder auch genervt, unhöflich, traurig, unsympathisch, überheblich und einiges mehr. Der Grund für solche Auffassungen ist so banal, dass er fast schon wieder lustig ist:
ich nutze schlichtweg zu wenige Smileys und Emoticons.

Jedes Mal, wenn mich solche Nachrichten und Kommentare ereilen, ärgere ich mich schon fast; was erlauben sich andere Menschen, so über mich zu urteilen, nur weil ich nicht genug Zwinker- und Grinsegesichter in meine Texte packe?!
Wenn ich mich dann aber durch die Nachrichten diverser Freunde und Bekannte klicke, welche nur überlaufen von XD :D :P und mehr, wird mir bewusst, warum ich im Gegensatz dazu "kalt" erscheine - und finde es schon fast traurig, wie sehr diese Generation versucht, wahre Emotionen hinter Pixel zu verstecken. Und offensichtlich kommt sie damit durch.

Ein einfaches "Mir geht es gut " reicht heutzutage schon aus, um den Gesprächspartner zufrieden zu stellen, sodass nicht nachgehakt wird. Über wahre Emotionen wird nicht mehr geredet, der Jugend fehlt ein Ventil. Und jetzt soll sich bitte niemand mehr über wachsende Depressionsraten wundern.
Durch die Technik sind wir schnell geworden, Gespräche sind schnell geworden, für ehrliche Konversationen hat kaum jemand mehr Zeit. Das ist schlichtweg der Untergang wahrer Emotionen.

Ich gehöre zu der raren Sorte Mensch, die nur Emoticons und ähnliches in ihre Texte einbauen, wenn diese im Moment des Schreibens tatsächlich meinen Emotionen entsprechen. Zudem hasse ich übertriebe Darstellungen menschenähnlicher Emotionen und Gefühlsregungen. Das gehört einfach nicht zu mir. Ich kugel mich doch auch nicht im Reallife 24/7 auf dem Boden vor Lachen, bin die ganze Zeit am Zwinkern als hätte ich Muskelspasmen und ich lächel auch nicht durchgehend in einem normalen Gespräch. Wieso sollte ich also genau das in meinen Texten verkörpern?
Meiner Meinung nach erkennt mensch wahre Emotionen des Schreibpartners auch anhand der Art, wie und was er/sie schreibt. An der Themenwahl, an der Wortwahl, an der Leidenschaft und Ernsthaftigkeit, mit der an die Themen rangegangen wird. Das alles hat für mich einen viel größeren Stellenwert, als eine Überflutung bildlich dargestellter Fake-Emotionen. Und ich wünschte, das würden mehr Menschen genauso sehen.

Ich bin größtenteils mit Herz und Seele dabei, wenn ich meine Blogeinträge verfasse - und ich hoffe, dass erkennen meine Leser/innen. Und um euch noch etwas mitzugeben: versucht es einfach mal. Texte und Nachrichten verfassen, ohne diese mit Smileys vollzustopfen, welche gar nicht eurer wahren Gefühlsregung entsprechen. Seid ehrlich zu euren Lesern, Konversationspartnern und vor allem: zu euch selbst. Das ist meist schon ein guter Schritt in eine bessere Richtung!

Alles Gute,
TheToothfairy

8.1.14 13:28

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