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GoVegan #4 - Feedback 1.2

Hi Menschen und willkommen sowohl in 2014, als auch zurück auf meinem Blog.

Pünktlich zum neuen Jahr habe ich tatsächlich den angekündigten Brief von meiner Mutter bekommen, mit einer Menge privatem Inhalt - und dem lang ersehnten Feedback auf mein "Outing" zur Veganwerdung. Nach ihrem ersten Feedback saß ich ja schon gedanklich ein wenig auf heißen Kohlen. Aber: ich habe die Wartezeit überstanden und kann euch jetzt mit einem zufriedenen Gefühl vom Ergebnis berichten.

Erstmal vorweg: meine Mama ist klasse! Sie unterstützt mich bei so ziemlich allem, was ich vorhabe und reagiert so gut wie nie abgeneigt auf Neues - ich könnte mir grundsätzlich keine bessere Mama wünschen!

Sie hat sich tatsächlich ernsthaft mit dem Thema auseinander gesetzt, nachgelesen, sich bei meiner Hausärztin informiert und, was mich mehr als positiv überraschte, hat versuchsweise Sojamilch gekauft (und selbst mein, normalerweise, sehr wählerischer Bruder war begeistert ). Ich weiß nun zumindest, dass mein Anliegen wirklich ernst genommen und nicht negativ aufgefasst wird.

Aber natürlich, wie hätte es anders sein können, gibt es auch einige Aspekte, die ich ebenfalls berücksichtigen muss.

1. Mangelerscheinungen/ -ernährung
Nach dem Gespräch mit meiner Hausärztin musste das ja irgendwie kommen. Das altbekannte Thema von Fetten, Proteinen, etc., welche nur durch tierische Fette und andere tierische Produkte aufgenommen werden können.
Auch wenn ich diese Begründungen für schwachsinnig halte, werde ich mich weiterhin mit dem Thema auseinander setzen.
Aber: es wäre nicht meine Mutter, käme sie nicht mit dem Kompromiss, dass ich regelmäßig meine Blutwerte usw. zur Kontrolle untersuchen lasse, um auf Numme Sicher zu gehen.

2. Psyche
Es soll wohl tatsächlich Fälle geben, in denen Veganer Psychosen entwickelten, weswegen sie sich beispielsweise völlig isolierten, nicht mehr ausgingen, sich sozial abgrenzten (zum Beispiel aus einer Angst heraus 'Fleischessern' nicht mehr die Hand reichen konnten) und einiges mehr. Psychosen sind Ängste, die außerhalb der eigenen Einschätzung entstehen und entwickeln. Man sollte diese wirklich nicht unterschätzen.
Für mich ist es wichtig (und das sollte sich jeder [werdende] Veganer zu Herzen nehmen!), dass ich mir bewusst werde, aus welchen Überzeugungen heraus ich vegan werde. Ich möchte meinen Teil zu meinem persönlichen und dem allgemeinen, besseren Leben beitragen, nicht zum (mir sei der Ausdruck verziehen) sozialen Arschloch werden, dass anderen den eigenen Lebensstil aufzwingen will. Wenn sich andere Menschen von mir inspirieren lassen, macht mich das glücklich - wenn nicht, dann eben nicht.
Ich habe auch ebenso wenig vor, mich sozial abzugrenzen. Ich werde auch weiterhin mit Freunden oder meiner Familieessen oder einen Kaffee trinken gehen. In solchen Fällen gilt es einfach nur, neue Ideen oder Kompromisse zu finden, oder eben zurück zu stecken. Ich hatte noch nie ein Problem mit blöden Sprüchen, da ich diese nicht an mich heranlasse - und wenn es sein muss, werden eben Klischees bedient und nur Salat gegessen.

3. Kosten
Meine Familie ist mit 5 Personen, einer Gastschülerin und zwei Hunden nicht gerade klein. Dass da einige Kosten für Lebensmittel zusammen kommen, ist klar. Von daher wird es kaum möglich sein, für die ganze Familie vegan zu kochen oder gewisse Grundprodukte wie Milch auf vegan umzustellen, geschweige denn Obst und Gemüse nur noch vom Biobauer zu kaufen. Mir war schon von anfang an bewusst, dass meine komplette vegane Umstellung erst erfolgen kann, wenn ich irgendwann für mich alleine lebe und mein eigenes Geld verdiene. "Manchen Sachen sind eben natürliche Grenzen gesetzt", schrieb meine Mama. Und das akzeptiere ich auch voll und ganz. Ich habe auch nicht vor, von heute auf morgen strikt vegan zu werden - aus oben genannten Gründen, aber auch, weil sich vieles erst einpendeln und zur neuen Gewohnheit werden muss.

Ich bin ein kompromissbereiter Mensch und bin jetzt schon unglaublich froh, dass sich die Dinge so positiv entwickeln. Es sind nur kleine Schritte, aber auch die bringen mich, sowie jeden anderen, ans Ziel.

Lange Rede, kurzer Sinn: nicht mehr lange, und ich kann mit der Umstellung anfangen!
Und um meinen Lesern und Leserinnen etwas mit auf den Weg zu geben: passt auf euch auf, wenn ihr ebenfalls vegan werden wollt, oder es schon seid. Sowohl physisch, als auch psychisch. Totale Isolation bringen einen nicht weiter, ebenso wenig wie Intoleranz und Denkblockaden. Geht es langsam an, um die Kontrolle zu bewahren, dann kann auch kaum mehr was schief gehen.

Bestes,
Eure (glückliche) TheToothfairy

1.1.14 06:33

Letzte Einträge: #24, Vegan kochen - leicht gemacht, #25, Tag 9 - Meine persönliche Einstellung, #26, Ich lebe noch!

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