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Augen auf beim Kleiderkauf!

Hallo an euch und willkommen auf meinem kurzen Guide durch die Welt der veganen Mode.

Das Veganismus nicht nur beim Essen aufhört, dürfte mittlerweile klar sein. 'Vegan sein' ist ein Lifestyle - und zu (fast) jedem Lifestyle gehört auch Kleidung. Und dabei sollte mensch auf einige Kleinigkeiten achten.

"Vegane Kleidung schließt Leder, Seide, (Schaf-)Wolle, Pelz, (Angora-)Haare, Federn und andere tierische Bestandteile aus."
--> Leder, Pelz, und Federn dürften jedem klar sein, warum diese nicht vegan sind. Aber warum Seide, (Schaf-)Wolle und (Angora-) Haare?

Seide wid aus dem Kokon der (hauptsächlich in China vorkommenden) Seidenraupe gewonnen. Hierfür wird die Raupe, nachdem sie den Kokon gebildet hat, mit Heißwasser oder Wasserdampf vor dem Schlüpfen getötet, um ein Zerreißen der Seidenfäden zu verhindern. Daher, ganz klar: Seide = nicht vegan!

Wolle ist ein tierisches Produkt, welches von den Tieren gebildet wird, um sich vor Klimaschwankungen zu schützen. Es ist nicht vonnöten, die Tiere, insbesondere Schafe, zu scheren, da sie sich überdrüssiger Wolle selbst entledigen können. Ein unnötiges Scheren bedeutet also eine Ausbeutung der Tiere unter meist erschreckenden Vorraussetzungen, wie auf den Boden Drücken, Festhalten, laute Schermaschinen und so fort. Bei einer schnellen Prozedur kommt es oft zu Verletzungen. Und wusstet ihr, dass ein großer Teil der Schafwolle aus Australien importiert wird? Das wäre ja kein Akt, würde es sich bei den Schafen nicht um eine besondere Rasse handeln; diese wurde mit einer extrem faltigen Haut herangezüchtet, um die Wolleproduktion zu erhöhen. Da sich in den Hautfalten mit Vorliebe ungewollte Insekten und Parasiten einnisten, wird kurzer Prozess gemacht - die Hautfalten werden ohne Betäubung weggeschnitten.

Und auch unter anderem Angora-Haare sind alles andere als tierfreundlich. Für die Produktgewinnung wird das Angora-Kaninchen bewegungsunfähig festgebunden, um ihm dann bei lebendigem Leibe die Haare auszureißen. Wem bei dieser Vorstellung nicht alles wehtut, dem ist nicht mehr zu helfen!

Aber auch in einer weiteren Sparte muss aufgepasst werden:
"Auch 'Kunstpelz' wird nach Möglichkeit vermieden, da es sich dabei um irreführend deklarierte Hunde- und Katzenpelze aus China halten kann, die aufgrund eines sehr laschen Einfuhrverbots immer wieder nach Europa gelangen."
Ja, das ist Realität. Und dass die Tiere nicht in den besten Bedingungen einen friedlichen Alterstod sterben, sollte jedem klar sein.

Was können Veganer/innen also tragen?
Hier nurmal ein paar Beispiele, die mir so spontan einfallen: Hanffasern, Faserbanane, Bambus, Baumwolle, Polyester, Acryl(misch)faser (auch wenn diese wiederum nicht gut für die Umwelt aufgrund des Plastikanteils ist).
Nicht jede/r Veganer/in muss fortan in irgendwelche grünen Ökoläden rennen, um an Kleidung zu kommen - ein kurzer Blick auf die Angaben genügt meist, um sich Sicherheit zu verschaffen. Und wem doch noch etwas unklar ist: nachfragen! Nur dem Fragenden kann geholfen werden.

Cruelty free fashion - not only for vegans!

Eure
TheToothfairy

20.12.13 05:46

Letzte Einträge: #24, Vegan kochen - leicht gemacht, #25, Tag 9 - Meine persönliche Einstellung, #26, Ich lebe noch!

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mikael (21.12.13 02:04)
In deinem nächsten Artikel würde ich mich über eine Kritik an der Umweltunverträglichkeit von Plastikklamotten freuen sowie an dem massiven Wasser- und Pestizidverbrauch bei der Baumwolleproduktion.
Polyester und co sind keine Alternative für ein bewussteres Leben!

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